Infrarotheizung – ein Überblick
Infrarotheizungen erwärmen nicht die Luft, sondern direkt die Oberflächen im Raum – Wände, Böden, Möbel und Personen. Dieses Prinzip der Strahlungswärme sorgt für ein angenehmes Raumklima bei geringerer Lufttemperatur, vermeidet Staubaufwirbelung und reduziert die Schimmelgefahr. Im Verbund mit einer effizienten Gebäudehülle und einer Photovoltaikanlage erfüllt die Infrarotheizung die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und ist sowohl im Neubau als auch im Bestandsgebäude eine ökologische und ökonomische Alternative zu konventionellen Heizsystemen.
Die Investitionskosten betragen dabei nur rund ein Drittel einer Wärmepumpe mit Fußbodenheizung. In Kombination mit selbst erzeugtem Solarstrom und einem intelligenten Steuerungssystem lassen sich die Betriebskosten weiter senken und die Eigenverbrauchsquote der PV-Anlage deutlich erhöhen.
Energetische Effizienz und Wirtschaftlichkeit
Im Neubau nach Effizienzhaus-Standard 40 genügen bereits 30 bis 50 Watt Heizleistung pro Quadratmeter. Die Anschaffungskosten liegen bei 70 bis 120 € pro 100 Watt – ein Bruchteil konventioneller Systeme. Über eine Amortisationszeit von 15 Jahren gibt es kaum eine Heizlösung mit besserem Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Einfache Installation
Kleinformatige, hocheffiziente Heizelemente werden vorzugsweise an der Decke montiert und benötigen lediglich einen Stromanschluss. Kein Rohrleitungssystem, kein Heizungskeller, kein Schornstein – die Installation ist deutlich schneller und kostengünstiger als bei wassergeführten Heizsystemen.
PV-Integration und Sektorenkopplung
In Kombination mit einer Photovoltaikanlage lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern. Ein intelligentes Steuerungssystem aktiviert die Heizung bevorzugt bei PV-Überschuss oder günstigen dynamischen Stromtarifen – so wird Solarstrom direkt zur Wärmeerzeugung genutzt.
GEG-konform und zukunftssicher
Seit der GEG-Novelle 2024 ist die Stromdirektheizung eine anerkannte Erfüllungsoption – im Neubau ab EH 40, im Bestand ab EH 55. Da der Strom im öffentlichen Netz bereits zu über 50 % aus erneuerbaren Quellen stammt, verbessert sich die CO₂-Bilanz der Infrarotheizung mit jedem Jahr automatisch.
Infrarotheizung in der Sanierung
Die Sanierung von Bestandsgebäuden stellt besondere Anforderungen an Effizienz, Wirtschaftlichkeit und bauliche Umsetzbarkeit. Gerade beim Austausch veralteter Nachtspeicher- oder Gasheizungen bietet die Vitramo-Infrarotheizung eine überzeugende Alternative – als alleiniges Heizsystem oder als Hybridlösung. Die Installation einer Stromleitung ist in der Regel deutlich einfacher und günstiger als der nachträgliche Einbau einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe.

Infrarotheizung und Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Seit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes vom 1. Januar 2024 ist die Stromdirektheizung als pauschale Erfüllungsoption anerkannt. Im Bestandsgebäude muss der bauliche Wärmeschutz mindestens 30 % besser sein als beim GEG-Referenzgebäude (entspricht EH 55). Für selbstnutzende Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern gelten keine zusätzlichen Einschränkungen. Auch Hybridlösungen sind möglich: Eine Infrarotheizung kombiniert mit einer kleinen Wärmepumpe, die im bivalent parallelen Betrieb 30 % der Heizlast übernimmt, erfüllt die 65-%-EE-Auflage des GEG. Mehr zum Thema in unserem Beitrag.

Vorteile in der Sanierung
Besonders bei älteren Heizsystemen wie Nachtspeicherheizungen bietet die Infrarotheizung klare Vorteile: Sie stellt keine höheren Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz als eine Wärmepumpe, benötigt keine aufwendige Verrohrung und nutzt die vorhandene Elektroinstallation. Die Investitionskosten betragen etwa ein Drittel einer Wärmepumpe mit Fußbodenheizung. Durch die Deckenmontage der Heizelemente bleibt die gesamte Wandfläche nutzbar – ein entscheidender Vorteil in beengten Bestandsräumen.

Energieeffizienz durch Photovoltaik
Die Kombination von Infrarotheizung und Photovoltaikanlage erhöht die Planungssicherheit bei den Betriebskosten erheblich. Über das Jahr betrachtet erzeugt die PV-Anlage mehr Energie als die Heizung verbraucht. In den sonnenarmen Wintermonaten wird zwar Netzstrom zugekauft, doch die sommerlichen Überschüsse kompensieren dies bilanziell. Mit einem Batteriespeicher und intelligentem Energiemanagement lässt sich der solare Deckungsanteil weiter steigern.

Komfort und Flexibilität
Die angenehme Strahlungswärme der Infrarotheizung erwärmt direkt Oberflächen und Personen, ohne die Luft aufzuwirbeln – ideal für Allergiker. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung senkt die Heizkosten zusätzlich um bis zu 30 % und sorgt für gleichbleibend frische Luft. Die Heizelemente lassen sich flexibel als Decken- oder Wandheizung einsetzen – je nach Raumgeometrie und individuellen Anforderungen.
Ist die Infrarotheizung die richtige Lösung für Ihr Gebäude?
Ob Sanierung oder Neubau – wir prüfen die Eignung für Ihr Objekt und erstellen eine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Infrarotheizung im Neubau: Effizient und zukunftssicher
Im Neubau spielt die energetische Gesamtplanung eine zentrale Rolle. Die Infrarotheizung bietet hier besondere Vorteile: Sie entfällt als wassergeführtes System komplett, was Planungs- und Baukosten senkt. In Kombination mit einer Gebäudehülle nach Effizienzhaus-Standard 40, kontrollierter Wohnraumlüftung und Photovoltaikanlage entsteht ein hocheffizientes Gesamtsystem für Einfamilien- und Reihenhäuser.

GEG-Erfüllung im Neubau
Mit der GEG-Novelle 2024 ist die Stromdirektheizung als pauschale Erfüllungsoption anerkannt, wenn die Gebäudehülle mindestens dem Effizienzhaus-Standard 40 entspricht. Damit stellt die Infrarotheizung keine höheren Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz als Wärmepumpen oder andere Heizsysteme. In Verbindung mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung wird der Komfort weiter gesteigert und der Energiebedarf gesenkt.

Kosten und Wirtschaftlichkeit
Die Anschaffungs- und Installationskosten der Infrarotheizung betragen etwa ein Drittel einer Wärmepumpe mit Fußbodenheizung. In einem gut gedämmten Neubau (EH 40) genügen 30 bis 50 Watt pro Quadratmeter Heizleistung. Die eingesparten Investitionskosten können direkt in eine größere PV-Anlage oder einen Batteriespeicher fließen – das senkt die laufenden Betriebskosten weiter und erhöht die Energieautarkie des Gebäudes.

Energieautarkie durch Photovoltaik
Eine PV-Anlage finanziert sich im Neubau praktisch aus den eingesparten Heizungskosten. Über das Jahr erzeugt sie mehr Energie als die Infrarotheizung verbraucht. In Verbindung mit einem Batteriespeicher und dynamischen Stromtarifen lässt sich der Eigenverbrauchsanteil maximieren. Das Ergebnis: niedrige laufende Kosten, hohe Unabhängigkeit vom Energiemarkt und eine exzellente CO₂-Bilanz.

Langfristige Planungssicherheit
Bei einer Betrachtung über 15 bis 20 Jahre überzeugt das Gesamtkonzept aus Infrarotheizung, Gebäudehülle EH 40 und PV-Anlage durch die niedrigsten Gesamtkosten aller Heizlösungen im Neubau. Infrarot-Heizelemente haben keine beweglichen Teile und eine Lebensdauer von über 30 Jahren – Wartungskosten fallen praktisch keine an. Damit entsteht ein zukunftssicheres Heizkonzept mit maximaler Planungssicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Infrarotheizung nach dem GEG 2024 erlaubt?
Ja. Seit dem 1. Januar 2024 ist die Stromdirektheizung eine anerkannte Erfüllungsoption im GEG. Im Neubau muss die Gebäudehülle mindestens dem Effizienzhaus-Standard 40 entsprechen (baulicher Wärmeschutz 45 % besser als Referenzgebäude). Im Bestand gelten vereinfachte Anforderungen: Selbstnutzende Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern haben keine zusätzlichen Auflagen. Für andere Bestandsgebäude muss der Wärmeschutz mindestens 30 % über dem Referenzwert liegen (EH 55).
Was kostet eine Infrarotheizung im Vergleich zur Wärmepumpe?
Die Anschaffungskosten einer Infrarotheizung betragen etwa ein Drittel einer Wärmepumpe mit Fußbodenheizung. Pro 100 Watt Heizleistung rechnen Sie mit 70 bis 120 €. Im Betrieb verbraucht die Infrarotheizung zwar mehr Strom als eine Wärmepumpe, doch die deutlich geringeren Investitionskosten gleichen dies aus. In der Gesamtkostenbetrachtung über 15 Jahre (kapitalgebunden, verbrauchsgebunden, betriebsgebunden) schneidet die Infrarotheizung im gut gedämmten Gebäude gleichwertig oder besser ab.
Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Infrarotheizung?
Der Verbrauch hängt stark von der Gebäudedämmung ab. In einem Neubau nach EH 40 genügen 30 bis 50 Watt pro Quadratmeter, im durchschnittlichen Bestandsgebäude sind 60 bis 100 Watt nötig. Für ein gut gedämmtes 120-m²-Haus mit kontrollierter Lüftung ergibt sich ein jährlicher Heizstromverbrauch von ca. 3.000 bis 5.000 kWh. In Kombination mit einer PV-Anlage lässt sich ein erheblicher Teil davon solar decken.
Kann die Infrarotheizung mit einer Wärmepumpe kombiniert werden?
Ja – als Hybridlösung ist das eine attraktive Option. Eine kleine Wärmepumpe (z. B. Luft-Luft) übernimmt im bivalent parallelen Betrieb rund 30 % der Heizlast, die Infrarot-Paneele decken den Rest. So ist die 65-%-Erneuerbare-Energien-Auflage des GEG erfüllt, ohne dass eine aufwendige Fußbodenheizung installiert werden muss. Diese Kombination eignet sich besonders für die Sanierung.
Gibt es Fördermittel für Infrarotheizungen?
Infrarotheizungen selbst sind derzeit nicht direkt förderfähig über Programme wie BEG oder KfW. Allerdings beeinträchtigt die Installation einer Infrarotheizung keine bestehenden Förderprogramme für den Neubau oder die energetische Sanierung. Förderbar sind hingegen die begleitenden Maßnahmen: Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, kontrollierte Wohnraumlüftung und Maßnahmen an der Gebäudehülle. Wir beraten Sie zur optimalen Förderkombination für Ihr Projekt.
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