Für einen Haushalt aus Stuttgart haben wir eine besonders großzügig dimensionierte Photovoltaik mit Speicher Gesamtlösung realisiert: eine 14,1 kWp-Photovoltaikanlage auf vier Teilflächen, gekoppelt an einen 21,9 kWh-Batteriespeicher. Das Ergebnis ist beeindruckend: ein Autarkiegrad von 58,5 %, ein Eigenverbrauchsanteil von über 76 % und eine Gesamtkapitalrendite von 10,9 % – bei einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh.
Die Ausgangslage
Unsere Kunden aus Stuttgart haben einen überdurchschnittlich hohen Strombedarf von rund 15.000 kWh pro Jahr. Das ist etwa das Vier- bis Fünffache eines klassischen Zweipersonenhaushalts und typisch für Haushalte mit mehreren stromintensiven Verbrauchern – sei es durch Elektromobilität, Wärmepumpe, Homeoffice-Ausstattung oder eine größere Wohnfläche mit umfangreicher Haustechnik.
Genau in solchen Konstellationen zeigt Photovoltaik ihr volles Potenzial: Je höher der Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die Anlage. Gleichzeitig muss die Planung aber präzise auf das Verbrauchsprofil abgestimmt sein – eine zu kleine Anlage verschenkt Potenzial, ein zu kleiner Speicher lässt wertvollen Mittagsstrom ungenutzt ins Netz abfließen.
Die Herausforderung
Das Einfamilienhaus verfügt über eine anspruchsvolle Dachgeometrie mit insgesamt vier nutzbaren Teilflächen: je eine Gaube und ein Hauptdach auf der Nordost- und Südwest-Seite. Dazu kommen mehrere Verschattungsobjekte – ein Kamin, Gauben selbst, umstehende Bäume. Eine klassische String-Verschaltung hätte an diesen Stellen spürbare Ertragsverluste bedeutet.
Die zweite Herausforderung lag in der Dimensionierung des Speichers. Bei einem Verbrauch von 15.000 kWh reichen die üblichen 10 kWh Speicherkapazität nicht aus, um den Abend- und Nachtbedarf sinnvoll zu puffern. Wir haben uns daher für ein modulares Speichersystem mit zwei Batterieeinheiten und 21,9 kWh Gesamtkapazität entschieden – fast die doppelte Standardgröße.
Die Lösung
Verbaut wurden 30 vollschwarze AIKO A470-MCS54Db-Module mit je 470 Wp, strategisch verteilt auf die vier verfügbaren Dachflächen:
- Hauptdach Südwest (15 Module, 7,05 kWp, 40° Neigung) – die Hauptertragsfläche
- Hauptdach Nordost (7 Module, 3,29 kWp, 39° Neigung)
- Gaube Nordost (4 Module, 1,88 kWp, 24° Neigung)
- Gaube Südwest (4 Module, 1,88 kWp, 20° Neigung)
Damit die Teilverschattungen an den einzelnen Modulen den Ertrag nicht ausbremsen, kommen BRC Solar Power Optimizer M600-M zum Einsatz. Diese entkoppeln jedes Modul elektrisch vom Rest des Strings – verschattete Module bremsen damit nicht mehr ihre Nachbarn aus. Das Ergebnis spricht für sich: Trotz insgesamt vier Dachflächen und mehrerer Verschattungsobjekte bleibt der Verschattungsverlust unter 7,2 %.
Als Herzstück dient ein Alpha ESS SMILE-G3-T15-INV Hybrid-Wechselrichter mit 15 kW Leistung, gekoppelt an einen zweistufigen Alpha ESS Batteriespeicher mit insgesamt 21,9 kWh nutzbarer Kapazität (zwei Einheiten à 10,95 kWh). Diese bewusste Überdimensionierung ist der Schlüssel zum hohen Eigenverbrauchsanteil: Der Mittagsüberschuss wird vollständig aufgefangen und bis weit in die Abend- und Morgenstunden verfügbar gehalten.
Das Ergebnis
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Installierte Leistung | 14,1 kWp |
| Batteriespeicher | 21,9 kWh |
| Jahresertrag | ca. 11.576 kWh |
| Spezifischer Ertrag | 893 kWh/kWp |
| Performance Ratio | 87,0 % |
| Eigenverbrauchsanteil | 76,1 % |
| Autarkiegrad | 58,5 % |
| Direkter Eigenverbrauch | 8.832 kWh/Jahr |
| Netzeinspeisung | 2.745 kWh/Jahr |
| CO₂-Einsparung pro Jahr | 3.932 kg |
Besonders bemerkenswert ist der Eigenverbrauchsanteil von 76,1 %: Von jeder Kilowattstunde, die auf dem Dach erzeugt wird, werden mehr als drei Viertel direkt im Haus genutzt. Das ist der Idealzustand für eine PV-Anlage mit Speicher – wenig wird eingespeist, viel bleibt im eigenen System. Die jährliche CO₂-Einsparung liegt bei fast 4 Tonnen – das entspricht etwa der Jahresemission eines Mittelklassewagens bei 25.000 km Fahrleistung.
Die Wirtschaftlichkeit spricht für sich
Dieses Projekt gehört zu den wirtschaftlich stärksten Anlagen, die wir bisher realisiert haben. Der Grund ist einfach: Wer viel Strom verbraucht, spart mit jeder selbst erzeugten Kilowattstunde bares Geld – und zwar zum vollen Haushaltsstrompreis von derzeit rund 31 ct/kWh statt der niedrigen Einspeisevergütung.
- Gesamtkapitalrendite: 10,9 % – eine Verzinsung, die klassische Geldanlagen in den Schatten stellt
- Amortisationsdauer: 9 Jahre, 8 Monate – danach produziert die Anlage über ein Jahrzehnt lang „Gratis-Strom“
- Ersparnis bereits im ersten Jahr: 2.708 € allein durch reduzierten Netzbezug
- Kumulierter Cashflow über 25 Jahre: 54.898 € bei 29.000 € Investition
Auf 25 Jahre gerechnet halbieren sich die effektiven Stromkosten des Haushalts nahezu – und das bei gleichzeitiger Absicherung gegen künftige Strompreissteigerungen. Bei der in der Simulation angenommenen Preissteigerungsrate von 3 % pro Jahr würden die jährlichen Stromkosten ohne PV von rund 4.650 € im ersten Jahr auf über 9.000 € im 24. Jahr steigen. Mit der PV-Anlage bleibt der Anstieg auf rund 3.800 €/Jahr begrenzt – eine Ersparnis von fast 5.400 € allein in diesem einen Jahr.
Unser Fazit
Dieses Projekt in Stuttgart zeigt ein wichtiges Grundprinzip der Photovoltaik: Je höher der eigene Stromverbrauch, desto attraktiver wird die Investition. Wer überdurchschnittlich viel Strom verbraucht – sei es durch E-Mobilität, Wärmepumpe, Pool oder einfach eine große Haushaltsfläche – profitiert überdurchschnittlich von einer passgenau dimensionierten PV-Anlage mit Speicher.
Entscheidend ist die richtige Kombination: ausreichend große Modulfläche, leistungsfähiger Wechselrichter, großzügig dimensionierter Speicher – und eine sorgfältige Planung, die auch komplexe Dachsituationen mit mehreren Teilflächen und Verschattungen meistert. Das Ergebnis ist dann nicht nur ein hoher Autarkiegrad, sondern auch eine Rendite, die mit klassischen Geldanlagen kaum zu erreichen ist.
Ein weiteres Projekt, das unsere Philosophie auf den Punkt bringt: ENERGIE NEU DENKEN.

