Eine Photovoltaikanlage mit Speicher in Großbettlingen – das war der Wunsch von unserem Kunden aus der Gemeinde Großbettlingen im Landkreis Esslingen. Umgesetzt wurde eine Anlage mit 11,76 kWp Generatorleistung, bestehend aus 24 Modulen des Herstellers Aiko, kombiniert mit einem Alpha ESS Batteriespeicher von 10,95 kWh nutzbarer Kapazität. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein Autarkiegrad von 59,0 %, Stromgestehungskosten von nur 0,086 €/kWh und eine Gesamtkapitalrendite von 9,24 % – Werte, die diese Investition weit über eine gewöhnliche Sparanlage stellen.

Die Ausgangslage

Ein Jahresverbrauch von 7.000 kWh – das ist für einen gut geführten Privathaushalt in Großbettlingen ein solider Ausgangspunkt für die Frage, wie viel davon man künftig selbst erzeugen kann. Hans-Dieter Stiefel hat diese Frage nicht auf die lange Bank geschoben. Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit vom schwankenden Strompreis war das zentrale Motiv: Weniger abhängig sein vom Netz, mehr Kontrolle über die eigenen Energiekosten gewinnen – und das langfristig.

Dass der Entschluss gereift war, zeigte sich auch in der Bereitschaft, die Anlage nicht auf das Nötigste zu reduzieren. Die Kombination aus leistungsstarker Modulwahl, einem gut dimensionierten Speicher und gezieltem Einsatz von Leistungsoptimierern zeigt: Hier wurde mit Weitblick geplant – nicht nur für heute, sondern für die nächsten zwei Jahrzehnte.

Die Herausforderung

Das Dach in Großbettlingen präsentierte sich mit zwei nutzbaren Flächen in unterschiedlicher Ausrichtung – eine klassische Situation, die bei der Planung besondere Sorgfalt erfordert. Denn wo Module auf verschiedenen Dachseiten montiert werden, erzeugen sie zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedlich viel Strom. Ohne gezielte Maßnahmen würde eine schwächere Teilfläche die stärkere in ihrer Leistung bremsen.

Hinzu kamen einzelne Module, bei denen mit partieller Verschattung zu rechnen war – sei es durch Dachaufbauten oder die Gebäudeumgebung. Die Lösung lag nicht darin, diese Flächen zu ignorieren, sondern sie mit der richtigen Technologie trotzdem voll nutzbar zu machen. Gleichzeitig galt es, die Dimensionierung so zu wählen, dass die Anlage auch dann noch wirtschaftlich sinnvoll bleibt, wenn die Einspeisevergütung weiter sinkt und der Eigenverbrauch zur wichtigsten Stellschraube wird.

Die Lösung – Hochleistungsmodule, intelligente Optimierung und ein starker Speicher

Das Herzstück der Anlage bilden 24 Module vom Typ Aiko AIKO-A490-MCE54Mw mit je 490 Wp Nennleistung. Die vollschwarzen Module der ABC-Technologie (All-Back-Contact) gehören zu den effizientesten Modulen auf dem Markt und erzielen dank ihrer hohen Zelleffizienz auch bei diffusem Licht überdurchschnittliche Erträge. Mit 24 Modulen kommt die Anlage auf eine Generatorleistung von 11,76 kWp – eine Dimensionierung, die den vorhandenen Dachraum konsequent ausschöpft und gleichzeitig auf künftige Mehrverbräuche vorbereitet.

Als Wechselrichter kommt der Alpha ESS SMILE-G3-T10-INV zum Einsatz – ein Hybrid-Wechselrichter mit 10 kW Leistung, der direkt mit dem Batteriesystem kommuniziert und die Energieflüsse im Haus intelligent steuert. Der zugehörige Speicher, das Alpha ESS SMILE-G3-T10 mit drei SMILE-G3-BAT-3.8S-Modulen, stellt eine nutzbare Kapazität von 10,95 kWh bereit. Das reicht aus, um den Solarstrom der Mittagsstunden in den Abend und die frühen Nachtstunden zu verlagern – genau dann, wenn der Haushalt seinen größten Bedarf hat.

An sechs kritischen Modulpositionen werden zusätzlich BRC Solar Power Optimizer M600-M eingesetzt. Diese Leistungsoptimierer sorgen dafür, dass einzelne verschattete oder anders ausgerichtete Module die Gesamtleistung der Anlage nicht herunterziehen. Jedes Modul arbeitet damit an seinem individuellen Maximalarbeitspunkt – das Ergebnis ist ein deutlich stabiler Jahresertrag, gerade an bewölkten Tagen oder wenn Teilverschattung auftritt. Für eine Anlage auf zwei Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung ist das keine optionale Ergänzung, sondern eine planungsrelevante Entscheidung.

Die gesamte Solaranlage Großbettlingen ist über das Erzeugungskonzept für Privatkunden von HUMMEL energize realisiert worden, der Batteriespeicher wurde gezielt auf den Jahresverbrauch abgestimmt.

💡 Gut zu wissen: Leistungsoptimierer – wann sie sich wirklich lohnen
Leistungsoptimierer werden oft pauschal empfohlen – dabei sind sie kein Allheilmittel, sondern ein gezieltes Werkzeug. Sie entfalten ihren Nutzen dort, wo einzelne Module regelmäßig verschattet werden oder wo eine Anlage auf mehrere Dachflächen mit unterschiedlicher Ausrichtung aufgeteilt ist. In solchen Fällen verhindert ein Optimierer, dass das schwächste Modul die gesamte Leistung des Strangs nach unten zieht. Wer dagegen auf einer einheitlichen, gut belichteten Dachfläche plant, braucht sie häufig nicht. Die Entscheidung sollte immer auf Basis des konkreten Daches getroffen werden – nicht nach Bauchgefühl.

Das Ergebnis

Kennzahl Wert
Installierte Leistung 11,76 kWp
Batteriespeicher 10,95 kWh
Jahresertrag 9.902 kWh/Jahr
Performance Ratio 83,3 %
Eigenverbrauchsanteil 41,7 %
Autarkiegrad 59,0 %
Direkter Eigenverbrauch 4.151 kWh/Jahr
Netzeinspeisung 5.752 kWh/Jahr
CO₂-Einsparung pro Jahr 3.668 kg/Jahr

Der Autarkiegrad von 59,0 % bedeutet im Alltag: Fast drei von fünf Kilowattstunden, die im Haushalt verbraucht werden, stammen aus der eigenen Anlage – erzeugt auf dem eigenen Dach, ohne Rechnung vom Netzbetreiber. Das ist kein theoretischer Bestwert, sondern eine realistische Simulation auf Basis des tatsächlichen Verbrauchsprofils. Die CO₂-Einsparung von 3.668 kg pro Jahr entspricht in etwa dem, was ein Mittelklassewagen auf rund 18.000 Kilometern ausstößt – Jahr für Jahr weniger Belastung für die Umwelt, ohne Verzicht auf Komfort.

Wirtschaftlichkeit – eine Investition, die sich rechnet

Die Gesamtinvestition für diese Photovoltaik Wärmepumpe-fähige PV-Anlage mit Speicher in Großbettlingen beläuft sich auf 18.000 Euro – das entspricht spezifischen Investitionskosten von 1.530,61 €/kWp und liegt damit klar im attraktiven Bereich für Anlagen dieser Leistungsklasse mit hochwertiger Komponenten-Auswahl.

Was diese Investition besonders überzeugend macht, sind die Stromgestehungskosten von lediglich 0,086 €/kWh. Zum Vergleich: Der aktuelle Arbeitspreis für Netzbezug liegt bei 0,30 €/kWh. Selbst erzeugter Solarstrom kostet also weniger als ein Drittel dessen, was der gleiche Strom aus dem Netz kosten würde – und dieser Vorteil wächst mit jedem Jahr, in dem die Netzstrompreise weiter steigen.

Die Amortisationsdauer von 11 Jahren und 2 Monaten ist für eine Anlage mit Speicher ein hervorragender Wert. Danach produziert die Anlage noch mindestens 15 Jahre lang nahezu kostenlosen Strom. Der kumulierte Cashflow über die Laufzeit beläuft sich auf 27.930 Euro – Geld, das ohne die Anlage schlicht an den Energieversorger geflossen wäre. Die Gesamtkapitalrendite von 9,24 % übertrifft damit sowohl klassische Tagesgeldanlagen als auch viele Aktienfonds – mit dem zusätzlichen Vorteil, dass die Rendite vollkommen unabhängig von Börsenschwankungen ist.

Unser Fazit

Was dieses Projekt in Großbettlingen auszeichnet, ist die Konsequenz, mit der alle Komponenten aufeinander abgestimmt wurden. Die Entscheidung für hocheffiziente Aiko-Module, einen leistungsstarken Hybrid-Wechselrichter von Alpha ESS und gezielte Leistungsoptimierung an den richtigen Stellen – das ist keine zufällige Zusammenstellung, sondern das Ergebnis sorgfältiger Planung. Hans-Dieter Stiefel hat sich für eine Anlage entschieden, die nicht einfach auf dem Dach liegt, sondern aktiv zum Haushalt beiträgt.

Mit einem Autarkiegrad von 59 % und Stromgestehungskosten weit unter einem Zehntel des Netzpreises ist dieses Projekt ein Beleg dafür, dass Solarenergie heute nicht mehr nur ökologisch sinnvoll ist – sie ist schlicht die wirtschaftlich klügere Wahl. Die weiteren Referenzen von HUMMEL energize zeigen, dass sich dieses Muster immer wieder bestätigt: Wer heute investiert, gewinnt langfristig.

Ein Projekt, das unsere Philosophie auf den Punkt bringt: ENERGIE NEU DENKEN.


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