Die Solaroffensive Stuttgart ist das Förderprogramm der Landeshauptstadt für Photovoltaik: Sie bezuschusst begleitende Maßnahmen beim Bau einer PV-Anlage – etwa Zählerplatz, Gerüst und Statik – mit bis zu 300 € je kWp (Kilowatt Peak, die Nennleistung der Module) sowie Stromspeicher zu neuen Anlagen mit 100 € je kWh. Seit 1. Mai 2026 gilt eine neue Richtlinie mit niedrigeren Sätzen. Hier lesen Sie, was gefördert wird, wer den Antrag stellen kann und worauf Sie achten müssen (Stand 03.10.2026).
Kurz gefasst
- Begleitende Maßnahmen: bis 300 € je kWp bei Dachanlagen, bis 400 € je kWp an der Fassade oder über einem Gründach, höchstens 30.000 € je Antrag.
- Stromspeicher zu neuen PV-Anlagen: 100 € je kWh für bis zu 1 kWh je kWp, höchstens 10.000 € je Antrag.
- Balkon-PV und Ladepunkte fördert die Stadt seit Mai 2026 nicht mehr.
- Antrag vor der Beauftragung stellen. Die Mittel für 2026 sind ausgeschöpft, Anträge sind weiter möglich, ausgezahlt wird ab 2027.
Was ist die Solaroffensive Stuttgart?
Die Solaroffensive ist ein kommunales Förderprogramm der Stadt Stuttgart für Photovoltaik auf Gebäuden. Sie gehört zur Klimaschutzstrategie der Landeshauptstadt, die bis 2035 klimaneutral werden will. Seit dem Programmstart vor über fünf Jahren sind rund 11.000 Förderanträge eingegangen (Quelle: Stadt Stuttgart, Pressemitteilung vom 23.04.2026).
Wer kann die Förderung beantragen?
Antragsberechtigt sind nach der Richtlinie vom 1. Mai 2026 (Stand 03.10.2026, Quelle: Stadt Stuttgart):
- Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Eigentümergemeinschaften (WEG)
- Juristische Personen des öffentlichen und des privaten Rechts
- Energiedienstleistende
Mieterinnen und Mieter nennt die aktuelle Fassung nicht mehr; die Förderung für Balkon-PV ist entfallen. Eigentümerinnen und Eigentümer mit FamilienCard oder Wohngeld-Lastenzuschuss erhalten einen Bonus von zehn Prozent.
Photovoltaik-Förderung in Stuttgart: was die Solaroffensive 2026 zahlt
Seit 1. Mai 2026 fördert die Stadt zwei Bereiche; Balkon-PV und Ladepunkte sind entfallen:
- Begleitende Maßnahmen bei PV-Anlagen: Gefördert werden die Ertüchtigung der Elektroinstallation und des Zählerplatzes für das nötige Messkonzept – also die Anordnung der Zähler, mit der Erzeugung, Verbrauch und Einspeisung erfasst werden –, Gerüstarbeiten sowie die Prüfung und Ertüchtigung der Statik. Die Stadt erkennt diese Kosten zu 50 % an, höchstens 300 € je kWp bei Dachanlagen und 400 € je kWp bei Fassadenanlagen oder Anlagen über einer Dachbegrünung, insgesamt bis 30.000 € je Antrag (Stand 03.10.2026, Quelle: Stadt Stuttgart).
- Volleinspeiseanlagen: Die aktuelle Programmseite nennt sie nicht gesondert. Ob Ihre Anlage förderfähig ist, klären wir vor dem Antrag im Projektbericht.
- Steckerfertige PV-Anlagen (Balkonmodule): Die städtische Förderung für Balkonmodule ist seit Mai 2026 entfallen (Quelle: Stadt Stuttgart, Pressemitteilung vom 23.04.2026).
- Stromspeicher zu neuen PV-Anlagen: 100 € je kWh Speicherkapazität, gefördert wird bis zu 1 kWh je kWp Solarleistung, höchstens 10.000 € je Antrag. Ein Speicher, der an einer bestehenden Anlage nachgerüstet wird, ist nicht förderfähig (Stand 03.10.2026, Quelle: Stadt Stuttgart). Weitere Programme für Speicher finden Sie in unserem Ratgeber Stromspeicher-Förderung.
- Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Verbindung mit PV: Die städtische Förderung für Ladepunkte ist seit Mai 2026 entfallen. Für Mehrparteienhäuser gibt es die Bundesförderung mit 1.500 € pro Stellplatz mit Wallbox und bis zu 2.000 € bei bidirektionalen Ladepunkten (Antragsfrist für WEG 10.11.2026, Stand 30.09.2026, Quelle: BMV).
Ob sich die städtische Förderung mit anderen Programmen, etwa dem KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard“, kombinieren lässt, prüfen wir im Projektbericht.
So beantragen Sie die Solaroffensive
Den Antrag stellen Sie online über den Online-Dienst der Stadt Stuttgart – und zwar bevor Sie die Arbeiten beauftragen. Dazu gehört ein Angebot, das die förderfähigen Positionen mit Einzelpreisen ausweist. Nach der Bewilligung haben Sie ein Jahr Zeit für die Umsetzung; danach beantragen Sie die Auszahlung.
Wichtig für 2026: Die Fördermittel für dieses Jahr sind ausgeschöpft. Anträge nimmt die Stadt trotzdem an, ausgezahlt wird nach erfolgreicher Umsetzung ab 2027 (Programmseite der Stadt Stuttgart, Stand 06.08.2026, abgerufen am 03.10.2026). Den Antrag stellen Sie selbst, wir unterstützen Sie dabei.
Was der Zuschuss für Ihre PV-Anlage in Stuttgart bedeutet
Die Solaroffensive senkt vor allem die Nebenkosten, die beim Bau einer PV-Anlage oft unterschätzt werden:
- Zählerplatz und Elektrik: Ältere Zählerschränke müssen für eine PV-Anlage häufig erneuert werden – genau diese Kosten bezuschusst die Stadt.
- Gerüst: Ein Gerüst ist bei den meisten Dachmontagen nötig und zählt zu den förderfähigen Positionen.
- Statik: Gefördert werden die Prüfung und, falls nötig, die Ertüchtigung der Dachkonstruktion.
- Speicher: Bei neuen Anlagen kommen bis zu 100 € je kWh Speicherkapazität hinzu.
- Eigenverbrauch: Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit bleibt, wie viel Solarstrom Sie selbst nutzen – jede selbst verbrauchte Kilowattstunde müssen Sie nicht aus dem Netz kaufen.
Rechenbeispiel mit den Höchstsätzen: Bei einer Dachanlage mit 10 kWp liegt der Zuschuss für begleitende Maßnahmen bei höchstens 3.000 €, für einen Speicher mit 10 kWh bei höchstens 1.000 €. Wie viel für die begleitenden Maßnahmen tatsächlich ankommt, hängt von deren Kosten ab, weil die Stadt sie nur zu 50 % anerkennt.
Was Ihre Anlage kostet und wie hoch der Zuschuss ausfällt, halten wir im Projektbericht fest – nach dem Vor-Ort-Termin erhalten Sie Ihr verbindliches Angebot mit den förderfähigen Positionen einzeln ausgewiesen. Was wir für Photovoltaik in Stuttgart und die Region anbieten, lesen Sie auf unserer Regionalseite.
Klimaneutral bis 2035: das Ziel hinter der Solaroffensive
Die Landeshauptstadt will bis 2035 klimaneutral werden (Quelle: Stadt Stuttgart, Klima-Fahrplan 2022). Dafür soll deutlich mehr Solarstrom auf Stuttgarts Dächern entstehen; die Solaroffensive ist das Förderprogramm, mit dem die Stadt private und gewerbliche Eigentümer dabei unterstützt.
Fazit: Antrag früh stellen, Projekt sauber planen
Die Solaroffensive Stuttgart senkt die Nebenkosten einer PV-Anlage spürbar, verlangt aber den Antrag vor der Beauftragung. Gehen Sie deshalb in dieser Reihenfolge vor: Projektbericht mit Anlagengröße, Speicher und förderfähigen Positionen, danach Vor-Ort-Termin, dann verbindliches Angebot mit Einzelpreisen – Förderantrag stellen und erst danach beauftragen. ENERGIE NEU DENKEN.
Häufige Fragen zur Solaroffensive Stuttgart
Wie viel Förderung gibt es bei der Solaroffensive Stuttgart?
Für begleitende Maßnahmen bis zu 300 € je kWp bei Dachanlagen und bis zu 400 € je kWp an der Fassade oder über einem Gründach, höchstens 30.000 € je Antrag; für Stromspeicher zu neuen Anlagen 100 € je kWh, höchstens 10.000 € je Antrag (Stand 03.10.2026, Quelle: Stadt Stuttgart).
Kann ich 2026 noch einen Antrag stellen?
Ja. Die Mittel für 2026 sind ausgeschöpft, Anträge nimmt die Stadt aber weiter an; ausgezahlt wird nach der Umsetzung ab 2027 (Stand 03.10.2026, Quelle: Stadt Stuttgart).
Wird ein nachgerüsteter Stromspeicher gefördert?
Nein. Die Stadt fördert Stromspeicher nur in Verbindung mit neu gebauten PV-Anlagen (Stand 03.10.2026, Quelle: Stadt Stuttgart).
Werden Balkonkraftwerke noch gefördert?
Nein. Die städtische Förderung für Balkon-PV ist seit Mai 2026 entfallen (Quelle: Stadt Stuttgart, Pressemitteilung vom 23.04.2026).
Weiterlesen: Photovoltaik in Stuttgart · Was kostet eine PV-Anlage? · PV-Pflicht in Baden-Württemberg
Stand: 3. Oktober 2026. Quellen: Stadt Stuttgart, Solaroffensive (Programmseite, Stand 06.08.2026), Stadt Stuttgart, Pressemitteilung vom 23.04.2026, Stadt Stuttgart, Klima-Fahrplan 2022; Bundesförderung Mehrparteienhäuser: BMV-Förderaufruf (Stand 30.09.2026). Keine Rechts- oder Steuerberatung.

