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Photovoltaik in Deizisau: 144 kWp für den Messer- und Werkzeughersteller Friedr. Dick

Auf dem Flachdach des neuen Logistikgebäudes des Messer- und Werkzeugherstellers Friedr. Dick GmbH & Co. KG in Deizisau arbeiten 320 Module mit zusammen 144 kWp. Die Anlage ist darauf ausgelegt, rund 151.800 kWh Solarstrom im Jahr zu erzeugen und nahezu alles davon direkt im Betrieb zu nutzen.

Photovoltaikanlage von oben auf dem Logistikgebäude von Friedr. Dick in Deizisau, Landkreis Esslingen

144 kWp

PV-Leistung

151.797 kWh

Solarstrom pro Jahr

99,5 %

Eigenverbrauchsanteil

Der Bauherr: Friedr. Dick, Messer- und Werkzeughersteller seit 1778

Die Friedr. Dick GmbH & Co. KG stellt in Deizisau im Landkreis Esslingen Messer, Feilen und Werkzeuge her – Fleischermesser und Kochmesser ebenso wie Werkzeuge für Handwerk und Industrie. Dazu kommen Wetzstähle und Maschinen für die Schärf- und Schleiftechnik. Vertreten ist das Unternehmen in rund 80 Ländern.

Die Geschichte beginnt 1778 in Esslingen: Johann Friedrich Dick gründet dort eine Feilenhauerwerkstatt. Ende des 19. Jahrhunderts wird daraus ein Industriebetrieb, zu den Feilen kommen Wetzstähle, Hackbeile und Messer – unter der Marke F. DICK, unter der das Unternehmen bis heute auftritt. 1997 zieht die Produktion ins rund zehn Kilometer entfernte Deizisau, weil die Räume in Esslingen nicht mehr ausreichen. Das Unternehmen ist bis heute in Familienbesitz.

Ausgangslage: neues Logistikgebäude, hoher Strombedarf

Am Standort Deizisau ist ein neues Logistikgebäude mit automatisiertem Lager entstanden. Für das Flachdach des Neubaus stand fest: Hier kommt eine Photovoltaikanlage hin.

Drei Gründe gaben den Ausschlag. Für neue Nichtwohngebäude schreibt das Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg eine Photovoltaikanlage auf dem Dach vor (Stand: Oktober 2026). Die Produktion braucht tagsüber viel Strom, und jede Kilowattstunde vom eigenen Dach senkt die Stromkosten. Außerdem zahlt die Anlage auf die Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens ein.

Typischer Werktag eines Produktionsbetriebs: Strombedarf und Solarstrom im Tagesverlauf (vereinfachte Darstellung)

Die Lösung – aus einer Hand

Am Anfang stand ein Projektbericht auf Grundlage des Lastgangs, also des Stromverbrauchs im Viertelstundentakt, und der Dachpläne des Neubaus. Danach folgte der Termin vor Ort, und erst dann das verbindliche Angebot.

Auf dem Flachdach arbeiten 320 Module von Trina Solar mit zusammen 144 kWp. Sie stehen in Ost-West-Ausrichtung auf einem aerodynamischen Montagesystem, das nahezu ohne Ballast auskommt. Ost-West heißt: Die Module sind paarweise nach Osten und nach Westen geneigt. So lässt sich die Dachfläche ohne große Abstände belegen, und die Erzeugung verteilt sich gleichmäßiger über den Tag.

Schrägluftbild der Photovoltaikanlage mit Ost-West-Modulfeldern auf dem Logistikgebäude des Messer- und Werkzeugherstellers Friedr. Dick in Deizisau
Die Modulfelder ziehen sich um Lichtkuppeln und Wartungswege herum über das ganze Dach.

Ein Wechselrichter von Huawei wandelt den Solarstrom in Wechselstrom für den Betrieb um.

Eingespeist wird über einen eigenen PV-Schaltschrank. Darin sitzen der NA-Schutz, die Messung nach den Vorgaben des Netzbetreibers und die Anlagenüberwachung. Der NA-Schutz (Netz- und Anlagenschutz) trennt die Anlage automatisch vom Netz, wenn Spannung oder Frequenz den zulässigen Bereich verlassen. Über die Anlagenüberwachung kann der Netzbetreiber die Einspeiseleistung bei Bedarf regeln. Angeschlossen ist die Anlage an der vorhandenen Trafostation des Standorts – ein Netzausbau war dafür nicht nötig.

Planung, Netzanmeldung, Montage, Elektroinstallation und Inbetriebnahme lagen in einer Hand: ein Ansprechpartner für den Bauherrn, keine Schnittstellen zwischen Gewerken.

Die Umsetzung: Montage auf der Baustelle

Die Module kamen aufs Dach, während am Neubau noch gearbeitet wurde. Kabelwege, Durchführungen und Montage haben wir mit der Bauleitung abgestimmt. Im März 2026 haben wir die Anlage übergeben, Anfang April 2026 ging sie ans Netz.

Modulreihen in Ost-West-Ausrichtung auf dem Kiesdach des Logistikgebäudes von Friedr. Dick in Deizisau
Ost-West-Reihen auf dem Kiesdach des Logistikgebäudes

Das Ergebnis

KennzahlWert
Generatorleistung144 kWp
Module320 Module von Trina Solar
Wechselrichter1 Wechselrichter von Huawei
PV-Energie pro Jahrca. 151.797 kWh
Eigenverbrauchsanteil99,5 %
Vermiedene CO₂-Emissionenca. 71,3 t pro Jahr
InbetriebnahmeApril 2026

Der Eigenverbrauchsanteil zeigt, welcher Anteil des erzeugten Solarstroms im Betrieb selbst genutzt wird. Weil der Standort tagsüber deutlich mehr Strom braucht, als das Dach liefern kann, ist die Anlage darauf ausgelegt, dass praktisch jede Kilowattstunde direkt in Produktion und Logistik fließt. Einen Speicher braucht es dafür nicht.

Ihr Betrieb als nächstes Projekt

Sie planen einen Neubau oder haben ein großes Dach mit hohem Strombedarf darunter? Dann starten wir mit einem Projektbericht auf Grundlage Ihres Lastgangs, danach folgt der Termin vor Ort. Erst dann erhalten Sie ein verbindliches Angebot. ENERGIE NEU DENKEN.

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