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PV-Anlage auf dem Flachdach in Neuhausen auf den Fildern: 11,04 kWp mit Gründach und Speicher

Eine PV-Anlage auf dem Flachdach, das begrünt ist: In Neuhausen auf den Fildern stehen 11,04 kWp in aufgeständerten Reihen auf dem Gründach, dazu rund 11 kWh Speicher für einen Haushalt mit Warmwasser-Wärmepumpe – ausgelegt auf rund 85 % Autarkie.

Aufgeständerte PV-Module auf einem Gründach in Neuhausen auf den Fildern

11,04 kWp

PV-Leistung

11 kWh

Speicherkapazität

85 %

Autarkiegrad

Ausgangslage: ein Flachdach mit Begrünung

Das Haus in Neuhausen auf den Fildern im Landkreis Esslingen hat ein begrüntes Flachdach. Der Haushalt verbraucht rund 3.000 kWh Strom im Jahr, dazu kommen etwa 500 kWh für die Warmwasserbereitung mit Wärmepumpe und Heizstab. Ziel war, fast den gesamten Bedarf mit eigenem Solarstrom zu decken.

Typischer Tag im Einfamilienhaus: Strombedarf und Solarstrom im Tagesverlauf (vereinfachte Darstellung)

Die Lösung – aus einer Hand

Wie bei jedem unserer Projekte standen Projektbericht und Vor-Ort-Termin am Anfang – erst auf dieser Grundlage folgte das verbindliche Angebot.

Auf dem Gründach stehen 24 Module von Aiko mit zusammen 11,04 kWp in aufgeständerten Reihen. Die Aufständerung bringt die Module in einen günstigen Winkel zur Sonne, ohne die Dachbegrünung zu beschädigen.

Ein Hybrid-Wechselrichter von AlphaESS steuert die Anlage und regelt das Laden und Entladen des Batteriespeichers mit rund 11 kWh. Der Speicher nimmt den Solarstrom auf, den der Haushalt tagsüber nicht direkt braucht, und gibt ihn abends und nachts wieder ab.

Die Umsetzung

Die Anlage ging im Januar 2025 in Betrieb. Planung, Montage, Elektroinstallation und Inbetriebnahme lagen in einer Hand – ein Ansprechpartner für den Kunden, keine Schnittstellen zwischen Gewerken.

Das Ergebnis

KennzahlWert
Generatorleistung11,04 kWp
Speicherkapazitätca. 11 kWh
PV-Energie pro Jahrca. 10.677 kWh
Stromverbrauch pro Jahr (inkl. Warmwasser)ca. 3.500 kWh
Eigenverbrauchsanteil27,8 %
Autarkiegrad84,9 %
Vermiedene CO₂-Emissionenca. 4,8 t pro Jahr

Der Autarkiegrad gibt an, welcher Anteil des Stromverbrauchs aus der eigenen Anlage kommt. Der Eigenverbrauchsanteil zeigt, welcher Anteil des erzeugten Solarstroms im Haus selbst genutzt wird. Die Anlage ist darauf ausgelegt, dass mehr als acht von zehn Kilowattstunden, die das Haus verbraucht, vom eigenen Dach kommen. Der große Überschuss geht ins Netz.

PV-Anlage auf dem Flachdach: worauf es ankommt

Eine PV-Anlage auf dem Flachdach wird in der Regel aufgeständert: Gestelle bringen die Module in einen Neigungswinkel zur Sonne – entweder nach Süden oder in Ost-West-Ausrichtung, bei der meist 10 bis 15 Grad üblich sind. Flach geneigte Ost-West-Reihen verschatten sich gegenseitig weniger, deshalb passen mehr Module auf die gleiche Fläche; steilere Südreihen brauchen größere Abstände. Welche Variante auf einem Dach mehr Solarstrom für den eigenen Verbrauch bringt, rechnen wir im Projektbericht durch.

Damit die Dachabdichtung unbeschädigt bleibt, werden die Gestelle auf Flachdächern meist nicht verschraubt, sondern mit Gewicht gesichert – man spricht von Ballastierung. Das bedeutet zusätzliche Last: Je nach System kommen typischerweise 20 bis 35 kg pro Quadratmeter hinzu. Ob das Dach diese Last zusammen mit Schnee und Wind sicher trägt, muss vor der Montage ein Statiker bestätigen.

Auf einem Gründach kann das Substrat der Begrünung die Aufgabe des Ballasts übernehmen: Die Gestelle stehen auf Grundplatten, die vom Substrat beschwert werden – ohne die Dachhaut zu durchdringen. Die Pflanzen kühlen die Umgebung der Module, und das hilft, weil die Leistung von Solarmodulen bei hohen Temperaturen nachlässt. Wichtig sind eine niedrig wachsende, extensive Begrünung und genug Abstand zwischen den Modulreihen, damit Licht und Regen die Pflanzen erreichen. Die Statik muss Substrat und Anlage gemeinsam tragen: Nasses Substrat wiegt nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW 80 bis 180 kg pro Quadratmeter.

Häufige Fragen zu Photovoltaik auf dem Flachdach

Welche Neigung ist für eine Solaranlage auf dem Flachdach üblich?

Bei Ost-West-Aufständerung meist 10 bis 15 Grad. Steilere Südaufstellungen brauchen größere Reihenabstände, damit sich die Reihen nicht gegenseitig verschatten – welche Variante auf Ihrem Dach mehr bringt, hängt von Fläche und Verbrauch ab.

Muss das Flachdach für die PV-Anlage angebohrt werden?

Meist nicht. Auf Flachdächern werden die Gestelle in der Regel mit Ballast gesichert statt verschraubt, sodass die Dachabdichtung intakt bleibt. Voraussetzung ist, dass die Statik das zusätzliche Gewicht trägt.

Passen Gründach und Photovoltaik zusammen?

Ja, mit extensiver Begrünung und ausreichendem Reihenabstand. Das Substrat kann als Ballast dienen, die Begrünung kühlt die Module. Das Dach muss Substrat und Anlage gemeinsam tragen können – das prüft vorher ein Statiker.

Quellen zu den allgemeinen Angaben über Flachdach und Gründach (Stand 3. Oktober 2026): Solarserver mit Verbraucherzentrale NRW, Photovoltaik und Gründach kombinieren (11.08.2022), photovoltaik.info, Installation auf Flachdächern: Aufständerung und Ballastierung (06.08.2026).

Ihr Dach als nächstes Projekt

Sie haben ein Flachdach – begrünt oder nicht? Dann starten wir wie in Neuhausen: mit einem Projektbericht, der Ihr Dach und Ihren Verbrauch durchrechnet, und einem Termin bei Ihnen vor Ort. Erst danach erhalten Sie ein verbindliches Angebot. ENERGIE NEU DENKEN.

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