Startseite » PowerBANK Blog » Solarcarport – Strom erzeugen und gleichzeitig parken

Ein Solarcarport – auch PV-Carport oder Carport mit Photovoltaik genannt – ist ein überdachter Stellplatz, dessen Dach aus Photovoltaikmodulen besteht. Er erzeugt Strom auf einer Fläche, die ohnehin überdacht wird, und braucht dafür keine zusätzliche Dachfläche am Haus. Wer ein Elektroauto fährt, kann es dort direkt mit eigenem Solarstrom laden.

Für uns bei HUMMEL energize ist der Solarcarport eine gute Möglichkeit, Stromerzeugung und E-Mobilität auf wenig Raum zu verbinden. Damit Sie wissen, was auf Sie zukommt – hier der Überblick zu Kosten, Ertrag, Genehmigung und Förderung.

Solarcarport auf einen BlickWas ist es? Überdachter Stellplatz, dessen Dach aus PV-Modulen besteht
Marktpreis: Einzelcarport mit PV laut ADAC ca. 9.000 bis 30.000 € inkl. Montage, je nach Ausstattung (Stand 01.09.2026)
Jahresertrag: laut ADAC 900 bis 1.300 kWh je kWp, bei 5 kWp rund 4.500 bis 6.500 kWh
Wirtschaftlichkeit: hängt vom Eigenverbrauch ab – wir rechnen sie im Projektbericht durch
Steuern und Förderung: 0 % Umsatzsteuer auf Module und Komponenten (nicht auf die Carport-Konstruktion), KfW-Kredit 270, EEG-Einspeisevergütung
Kombination: Wallbox mit PV-Überschussladen
Baugenehmigung in Baden-Württemberg: verfahrensfrei bis 50 m² Grundfläche und 3 m mittlerer Wandhöhe, außer im Außenbereich

Was ist ein Solarcarport – und was steckt dahinter?

Ein Solarcarport ist ein überdachter Stellplatz, dessen Dach aus Photovoltaikmodulen besteht. Die Grundkomponenten sind eine stabile Tragkonstruktion – meist aus Aluminium, verzinktem Stahl oder Holz –, die PV-Module als Dachfläche sowie ein Wechselrichter, der den Gleichstrom der Module in Wechselstrom für Haus und Netz umwandelt. Optional lassen sich Batteriespeicher und eine Wallbox integrieren, womit der Solarcarport zum vollständigen Energie-Hub wird.

Anders als bei einer Aufdachanlage muss beim Solarcarport keine Hausstatik geprüft werden. Außerdem lassen sich Neigung und Ausrichtung der Module innerhalb der Möglichkeiten des Grundstücks frei wählen – unabhängig davon, wie das Haus steht. Das ist ein Vorteil gegenüber Dachflächen, die ungünstig ausgerichtet sind.

Die Kosten hängen von Größe, Material, Leistung und Ausstattung ab – Details im nächsten Abschnitt.

Seit dem 1. Januar 2023 gilt für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp an oder in der Nähe von Wohngebäuden der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG) – ohne Antrag. Beim Solarcarport gilt er nach dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 30.11.2023 für die Solarmodule mit Halterung, die wesentlichen Komponenten und die dafür nötigen Nebenleistungen. Die Unterkonstruktion, die den Carport selbst bildet, ist davon ausgenommen; für sie fallen 19 % Umsatzsteuer an (Stand 03.10.2026, keine Steuerberatung).

Solarcarport: Kosten, Ertrag und Wirtschaftlichkeit

Für einen Einzelcarport mit Photovoltaik nennt der ADAC inklusive Montage rund 9.000 bis 30.000 Euro: Bausätze zur Selbstmontage gibt es ab etwa 4.500 Euro, Komplettanlagen mit Speicher liegen bei etwa 9.000 bis 18.000 Euro, mit Wallbox und Speicher bei etwa 15.000 bis 30.000 Euro (ADAC, Stand 01.09.2026). Was Ihr Solarcarport kostet, halten wir im Projektbericht fest – nach dem Vor-Ort-Termin erhalten Sie Ihr verbindliches Angebot.

Ein Solarcarport erzeugt laut ADAC je installiertem Kilowatt-Peak (kWp, die Nennleistung der Module) 900 bis 1.300 kWh Strom im Jahr, ein 5-kWp-Carport also rund 4.500 bis 6.500 kWh. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom, der deutlich teurer ist als die Einspeisevergütung für den übrigen Strom. Je mehr Solarstrom Sie im Haus oder im Auto selbst nutzen, desto besser rechnet sich die Anlage.

Wer ein Elektroauto fährt und tagsüber unter dem Carport parkt, profitiert besonders: Das Auto lädt dann Solarstrom vom eigenen Dach statt Strom aus dem Netz oder von öffentlichen Ladesäulen. Ob und wann sich Ihr Solarcarport rechnet, hängt von Ihrem Verbrauch, Ihrer Fahrleistung und dem Anteil des selbst genutzten Stroms ab – das rechnen wir im Projektbericht mit Ihren Daten durch.

Für Solarcarports gelten im Wesentlichen dieselben steuerlichen Regeln und Förderwege wie für Dachanlagen (Stand 03.10.2026, keine Steuerberatung):

  • 0 % Umsatzsteuer – gilt automatisch für Module, wesentliche Komponenten und Montage, nicht für die Carport-Konstruktion
  • Einkommensteuerbefreiung – Einnahmen aus Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit sind steuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG)
  • EEG-Einspeisevergütung – für Gebäudeanlagen bis 10 kWp mit Überschusseinspeisung 7,70 ct/kWh, wenn sie seit dem 1. August 2026 in Betrieb gehen, für 20 Jahre (Bundesnetzagentur); welcher Satz für Ihren Carport gilt, prüfen wir im Projektbericht
  • KfW-Kredit 270 – zinsgünstiger Kredit „Erneuerbare Energien – Standard“ für PV-Anlagen und Speicher

Wichtig beim KfW-Kredit: Der Antrag muss vor Abschluss des Kauf- bzw. Liefervertrags gestellt werden. Wir unterstützen Sie dabei, den richtigen Zeitplan einzuhalten.

Baugenehmigung: Wann ist ein Solarcarport in Baden-Württemberg genehmigungsfrei?

In Baden-Württemberg sind Garagen einschließlich überdachter Stellplätze mit einer mittleren Wandhöhe bis 3 m und einer Grundfläche bis 50 m² verfahrensfrei – außer im Außenbereich (Landesbauordnung Baden-Württemberg, Anhang 1 zu § 50, Nr. 1 b). Auch die Photovoltaikanlage auf einem solchen Carport braucht dort kein eigenes Verfahren (Nr. 3 c). Ein typischer Einzel- oder Doppelcarport am Wohnhaus kommt deshalb meist ohne Bauantrag aus.

Verfahrensfrei heißt aber nicht regelfrei: Bebauungsplan, Abstandsflächen und Grenzbebauung gelten trotzdem, und in manchen Gemeinden gibt es örtliche Bauvorschriften, etwa zur Dachform. Größere Anlagen und Carports im Außenbereich brauchen ein Genehmigungsverfahren. Wer in Baden-Württemberg einen neuen offenen Parkplatz mit mehr als 35 Stellplätzen baut, muss ihn zudem mit Photovoltaik überbauen – mehr dazu im Ratgeber PV-Pflicht in Baden-Württemberg. Was an Ihrem Grundstück gilt, klären wir im Projektbericht (Stand 03.10.2026, keine Rechtsberatung).

Die Kombination mit der Wallbox

Solarcarport und Wallbox passen gut zusammen. Beim PV-Überschussladen startet die Wallbox automatisch, sobald die Solaranlage mehr Strom erzeugt, als der Haushalt gerade verbraucht. Das Auto lädt dann mit eigenem Solarstrom statt mit Netzstrom. Was bei der Wallbox selbst zu beachten ist, lesen Sie auf unserer Seite zur Wallbox-Installation.

Für ein durchdachtes Gesamtsystem brauchen Sie:

  • Solarcarport, dessen Leistung zu Ihrem Verbrauch und Ihrer Fahrleistung passt
  • Wallbox mit PV-Überschussladen-Funktion
  • Optional: Batteriespeicher fürs Laden am Abend aus gespeichertem Solarstrom
  • Energiemanagementsystem (EMS), das Erzeugung, Speicher und Wallbox aufeinander abstimmt und überwacht

Genau bei diesen Schritten unterstützen wir bei HUMMEL energize: von der Planung und Genehmigung über die PV-Anlage bis zur Wallbox und dem Monitoring. Alles aus einer Hand – damit die Teile zusammenspielen und Sie möglichst viel Solarstrom selbst nutzen.

Häufige Fragen zum Solarcarport

Was kostet ein Solarcarport?

Ein Einzelcarport mit Photovoltaik kostet laut ADAC inklusive Montage rund 9.000 bis 30.000 Euro, je nach Größe, Material, Speicher und Wallbox (Stand 01.09.2026). Was Ihr Solarcarport kostet, halten wir im Projektbericht fest – nach dem Vor-Ort-Termin erhalten Sie Ihr verbindliches Angebot.

Wie viel Strom erzeugt ein PV-Carport?

Laut ADAC 900 bis 1.300 kWh pro installiertem kWp und Jahr – ein Carport mit 5 kWp also rund 4.500 bis 6.500 kWh. Wie viel es an Ihrem Standort sind, hängt von Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab.

Brauche ich für einen Solarcarport in Baden-Württemberg eine Baugenehmigung?

Meist nicht: Carports bis 50 m² Grundfläche und 3 m mittlerer Wandhöhe sind in Baden-Württemberg verfahrensfrei, außer im Außenbereich. Bebauungsplan, Abstandsflächen und örtliche Bauvorschriften gelten trotzdem (Stand 03.10.2026, keine Rechtsberatung).

Gilt der Nullsteuersatz auch für den Carport selbst?

Nein. Der Nullsteuersatz gilt für die Solarmodule mit Halterung, die wesentlichen Komponenten und die Montage, nicht aber für die Unterkonstruktion, die den Carport bildet – dafür fallen 19 % Umsatzsteuer an (BMF-Schreiben vom 30.11.2023; Stand 03.10.2026, keine Steuerberatung).

Sie möchten wissen, ob ein Solarcarport zu Ihrem Grundstück passt? Wir halten die Grundlagen in Ihrem Projektbericht fest, prüfen beim Vor-Ort-Termin die Details und erstellen danach Ihr verbindliches Angebot. ENERGIE NEU DENKEN.

Weiterführende Informationen bietet der ADAC-Ratgeber zum Solarcarport.

Stand: 3. Oktober 2026. Quellen: ADAC, Solarcarport (01.09.2026), Landesbauordnung Baden-Württemberg, Anhang 1 zu § 50 (Fassung vom 16.03.2026), BMF-Schreiben zum Nullsteuersatz vom 30.11.2023, Bundesnetzagentur, EEG-Förderung und Fördersätze. Dieser Beitrag ist eine fachliche Einordnung und keine Steuer- oder Rechtsberatung.


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